Es gibt nichts Schöneres als an einem Flughafen anzukommen, und zu wissen, es wartet jemand da draußen. Auch wenn es nur 3 Tage waren, die Wiedersehensfreude war riesig.
Wir gönnten uns den Luxus und nahmen ein Taxi ins Hotel. „El Rua Fuencarral, por favor”, sagte ich. Endlich Spanisch. Endlich die Chance ein wenig zu verstehen. Portugiesisch liegt mir irgendwie nicht so recht. Wie auch! Ich habe mich noch nie mit der Sprache auseinander gesetzt. Und 3 Tage waren dann doch nicht ausreichend, um das Gefühl für eine neue Sprache zu erhalten.
Ich muss gestehen, die Hotellage war perfekt. In einer Fußgängerpassage gelegen und nah zum wohl wichtigsten Platz in Madrid – Puerta del Sol. Dieser sollte sich auch schnell als unser Orientierungspunkt erweisen.
Das Einchecken war dann doch noch einmal spannend, Unser Hotel sollte in der 2. Etage liegen. Da standen wir auch vor der Tür und klingelten, doch keiner öffnete. Mir wurde bewusst, dass ich keine Zeit für unsere Ankunft angegeben hatte. Aber ein Hotel, welches an einem Freitagnachmittag unbesetzt ist, schien uns komisch.
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Ein „netter“ Herr vom Hotel auf der gegenüberliegenden Seite der Etage, wies uns darauf hin, dass an der Tür steht, die Rezeption für unser Hotel befände sich im Haus auf der anderen Straßenseite. Gehen wir halt dahin und checken ein.
Beim Öffnen meines Rucksacks kam mir dieser wundervoll fruchtige Duft entgegen. „Ja, das riecht fast so wie mein Duschbad“, dachte ich mir. Nun, es roch nicht nur fast so. Es war mein Duschbad, welches sich seinen Weg zwischen Shampoo, Spülung und Föhn suchte.
Ich will euch an dieser Stelle nicht weiter mit Details langweilen. :-p
Maik und ich verbrachten ein zauberhaftes Wochenende in Madrid. Wir schlenderten durch die kleinen Gassen, die großen Einkaufsstraßen. Zu zweit schien die Zeit wie im Flug zu vergehen.
Wir tranken Käffchen und Cocktails im Parque del Buen Retiro, beobachteten dabei die endlosen Boote auf dem Estanque, einem kleinen See im Park. Vorbei am Puerta de Alcalá, einem riesigen Tor auf einer Verkehrsinsel; von denen es übrigens eine Menge in Madrid gibt, ging es die Calle Alcalá entlang, auf welcher sich die renommierten Geschäfte befinden. Schauen kostet ja nix.
Am nächsten Tag ging es in den Westen der Stadt zum Palacio Real. Im Endeffekt bewegten wir uns von einer Schlemmerstation zur nächsten. Ich habe meine Leidenschaft für Oliven komplett ausgelebt. Natürlich haben wir uns auch eine typische Paella gegönnt. Wie ließen uns durch die Stadt treiben und genossen einfach die Zeit zusammen, denn schließlich stehen nun andere Zeiten bevor.
Und es kam, was kommen musste. Montag, der Tag der Abreise. Ich mach es kurz und knapp. Es war furchtbar. Wir verabschiedeten uns und ich machte mich mit Pippi in den Augen zurück ins Hotel.
Da habe ich dann auch die nächsten beiden Tage verbracht. Ich habe geschrieben und meinen Einstieg in das wirkliche „Backpacker-Dasein“ vorbereitet, Ade, ihr schönen Hotels mit eigenem Badezimmer. Ade, geliebte Ruhe in Einzelzimmern. Ade Europa. Hallo Südamerika – ich komme!
Lessons Learned of these days:
Zweisam ist eines der schönsten Dinge, die es gibt!
Egal was, egal wo, egal wie – gemeinsam ist es zauberhaft.
Packen für Anfänger – all das, was du nicht in deinem Rucksack rumkullern, rumlaufen oder rumschleimen haben möchtest, so packe dies in eine kleine Plastiktüten ein. Auch wenn ich kein Freund solcher Tüten bin, leider sind sie in diesem Fall echt praktisch.
Schuhe sind wohl DIE wichtigsten Reiseutensilien.
Meine Füße sind nach nicht einmal einer Woche völlig zerschunden. Offene Blasen an den Hacken von meinen Halbschuhen. Blasen zwischen den Zehen von meinen Flip Flops. Und die neuen Wanderschuhe hätte ich wohl mal einlaufen sollen. Ja, Reisetipps sind nur gut, wenn man sie auch befolgt. Ich habe sicher nicht nur einmal gelesen, dass man neue Schuhe einlaufen soll. Aber die waren bei Anprobieren so bequem…Neue Schuhe mussten her.
Always on my mind NC2U! xXx





























